The Balance of Life
17.01.-22.03.2026
Galerie in der Wassermühle Trittau, Am Mühlenteich 3, 22946 Trittau

Jaewon Kim verwendet Zeichnungen, Skulpturen und Installationen, um die Überschneidung von Technologie und Natur sowie vom Künstlichen und Organischen zu erforschen. Seine Arbeit orientiert sich vor allem an der Verbindung digitaler Techniken und handwerklicher Formen und eröffnet einen synkretistischen Ansatz, der sich als Vorschlag für konstruktive Modelle des Zusammenlebens versteht. Kims Landschaft ist weder ausschließlich kritisch noch rein spekulativ, sondern letztlich eine Landschaft der Korrelation, die subtil um Begriffe wie „Harmonie“ und „Gleichgewicht“ schwebt, während die Spannung, die dem fragilen Gleichgewicht zwischen Natur und Technologie zugrunde liegt, an die Oberfläche tritt. „The Balance of Life“ verweist erneut auf diesen Horizont der Verflechtung. Die Ausstellung fokussiert auf einige der Auswirkungen des menschlichen Lebens auf die Natur und deutet damit auf einige der Folgen menschlichen Verhaltens hin. In einer Reihe von Werken, die durch Kodierung, Zufall, Handwerk und Maschinen entstanden sind, gliedert sich die Ausstellung in zwei Achsen – „Tag“ und „Nacht“ – und konzentriert sich auf zwei wichtige natürliche Zyklen, die durch menschliches Verhalten bedroht sind: die Sammlung von Pollen durch Bienen am Tag und durch Motten in der Nacht. Kim möchte damit verdeutlichen, wie der ungebremste Einsatz von Pestiziden zum Rückgang der Bienenpopulationen geführt hat, was sich auf ganze Ökosysteme auswirkt, und wie LED-Straßenlaternen und die hellen Lichter von Fabriken tödlich für Motten und andere nachtaktive Lebewesen geworden sind. Trotz dieser Unterteilung befasst sich die Ausstellung im Ganzen sorgfältig mit dem Unsichtbaren. Dies ist ein häufiger Ansatz in Kims Werk, ein sowohl konzeptuelles als auch materielles Merkmal, das meist durch Gegenstände verkörpert wird, die nicht nur aus ihrem funktionalen Umfeld herausgenommen, sondern auch in einen skulpturalen Bereich versetzt werden. Dies ist beispielsweise bei der hier präsentierten Gruppe von Keramikbehältern der Fall, die direkt auf ihre Funktion als Aufbewahrungsort für Pestizide verweisen. Kims Absicht ist es, darauf hinzuweisen, wie sich das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur mit der Entwicklung der Technologie hin zu mehr Komfort und Bequemlichkeit weiter verschlechtert. Anstatt sich jedoch auf Diskurse zu stützen, füllt Kim diese Räume mit einer Reihe leerer Skulpturen. Hier ist der konzeptuelle Bereich rein formal. Alles, was bleibt, ist das Material, eine Art Denkmal für das Verschwinden. Es ist wichtig zu betonen, dass diese besondere Landschaft aus einem digitalen Archiv stammt. Aus dieser digitalen Flora und Fauna schöpft Kim seine Motive, unterstützt von einer Zeichenmaschine, die sie auf dünne Holzplatten überträgt. Es handelt sich dabei um eine Art Zeichnung, die auf Automatisierung und Wiederholung basiert und bestimmte Bereiche überfüllt, anstatt von Anfang an eine Form anzustreben (so ist der Drucker jedenfalls programmiert). Linien durchziehen den Karton in fortlaufenden, wiederholenden Bewegungen. Man kann leicht erkennen, wo der Drucker umkehrte und eine parallele Bewegung darunter begann, zum Beispiel da die Linie am Rand abbiegt und von vorne beginnt. Volumen entstehen durch Dichte, durch Farbkonzentrationen – meist Striche über Striche, beharrliche Strecken.
Der Prozess ähnelt dem, den Kim durchläuft, um seine Keramikskulpturen herzustellen. Der Unterschied liegt in dem Material. In beiden Fällen trägt der Drucker kontinuierlich Tinte oder Porzellan in Linien auf, bis das Objekt geformt ist. In beiden Fällen ist die Automatisierung ebenso sichtbar wie die Materialität – tatsächlich ist es diese Artikulation, die Kims Werk diese Aura der Hybridität verleiht, eine unerforschte Balance zwischen Zufall und Handwerk, Wiederholung und Konzeption. Das ist letztlich auch sein Ansatz – diese Spannung effektiv zum Kern seiner Werke zu machen, indem das Ausprobieren und Problematisieren zur Form wird.
All dies verläuft jedoch nicht vollständig linear. Unregelmäßigkeiten im Papier unterbrechen beispielsweise den Verlauf des Stifts. Wo ein Mensch zeichnen, anpassen oder kompensieren würde, reagiert die Maschine gleichgültig und setzt ihren Kurs fort. Aber es ist auch entscheidend, das Werk vom Zufall durchdringen zu lassen. Letztendlich beschäftigt sich Kim mit dem Begriff der „Natur“, der genau auf einer Vorstellung von Unterschiedlichkeit beruht: Alterität. Das ist das Gegenteil von Automatisierung. Die Fragen, die Kim zu Umweltverschmutzung und Aussterben aufwirft, sind somit tief in der Form seiner Antworten verflochten. Scheitern ist konstruktiv, denn es zeigt, wie Automatisierung hinter Autonomie zurückbleibt. Mit anderen Worten: Es ist ein Lebenszeichen. Es ist erneut die Fähigkeit, diese Frage nicht nur zu navigieren, sondern sie zur eigentlichen Form seiner Praxis zu machen, die Kims Position so bemerkenswert macht. Wir mögen uns nur daran erinnern, dass ein beträchtlicher Teil des Diskurses über künstliche Intelligenz davon ausgeht, dass die menschliche Vernunft irgendwann von der Technologie verdrängt werden wird, dass also Menschen in der Lage sein werden, eine Form von Intelligenz zu entwickeln, die sie schließlich übertreffen wird. Gleichzeitig sind Motten und Bienen vom Aussterben bedroht, weil die Lebensweise der Menschen ihr Leben beeinträchtigt und unmöglich macht. Genau hier zeigt Technologie ihre Schwächen. Und genau das betont Kim jedes Mal: Durch die Fehler der Automatisierung können wir die Symptome einer Natur skizzieren, auf die nicht Rücksicht genommen wird und die langsam stirbt, während alles um sie herum perfekt funktioniert.

Text: Guilherme Vilhena Martin

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SUMM SUMM SUMM
05.09.-25.09.2025
Hwangumhyang, 13 Seooreung-ro 8-gil, Eunpyeong-gu, 03428, Seoul, Republic of Korea

기후위기 시대의 생태학적 이미지: 김재원의 예술 실천

전 지구적 기후위기 시대에 예술 그리고 예술가는 무엇을 할 수 있는가? 세상이 다소 흥미로운 사물로 가득 차 있기에 더 이상 뭔가를 보태고 싶지 않다1)고 선언했던 개념미술가 더글러스 휴블러(Douglas Huebler, 1924-1997)를 종종 떠올리곤 한다. 그로부터 약 60년이 지난 지금, 모든 영역을 지배하는 과잉생산은 숨이 막힐 정도이고 폭염과 폭우가 교차하는 기후 재난뿐만 아니라 전쟁, 환경오염, 경제사회 양극화 등은 미래를 향한 비전 혹은 희망을 논하는 일 자체를 대책 없는 순진함으로 느끼게 만든다. 이러한 상황에서 무엇을, 어떻게 해야 하는가? 철학자 티머시 모턴(Timothy Morton, 1968- )은 우리가 이미 다른 공생적 존재와 얽혀 있다고 말하면서 예술 경험이 인간과 비인간의 공존 모델을 제공한다고 쓴다. 그에 따르면 미학적 경험은 주어진 것과의 연대에 관련되고 예술 작품은 그 자체가 비인간 존재이기에, 예술 영역에서의 연대는 비인간과의 연대다.2)김재원은 디지털 테크놀로지를 토대로 하는 드로잉, 조각, 설치 등 혼합 매체를 통해 “기술, 자연, 인간성 사이 연약한 조화”(작가노트)를 주제로 작업을 이어오고 있다. 10여 년 전부터 독일 함부르크를 기반으로 활발한 활동을 펼치고 있는 그의 최근 프로젝트는 꿀벌에 관한 것이다. 코로나 시기였던 어느 날 도심에서 발생한 벌떼의 죽음에 관한 뉴스를 접하고 작업실 인근 숲 속 산책로에 떨어져 있던 수많은 벌의 사체를 목격한 이후부터 생태 위기에 관한 본격적인 조사 연구와 작업을 병행하고 있다. 작가는 벌이 사라지는 두 가지 원인으로 기후 변화와 살충제 남용을 꼽는다. 지구온난화로 비가 많이 내리면서 꽃이 피지 않게 되고 이로 인해 벌들이 죽음에 이른 것이다. 더불어 인간의 무분별한 살충제 사용이 벌떼의 소멸을 초래한다. “꿀벌이 지구상에서 사라지면 인류가 4년 안에 멸종될 것이다”라는 오래전 예언이 구체적으로 다가오는 현실인 것이다. 이러한 생태계의 연쇄 작용에 대한 작가의 관심은 3D 프린터와 드로잉 기계를 활용한 작업에 투영된다. 엄밀히 말해 김재원은 디지털 기기와 수공 제작 방식을 결합한다. 그러나 그가 강조하는 장인 정신은 오직 손기술의 차원에 머무는 것이 아니다. 디지털 작업을 제대로 해내기 위해서 전통 오브제 제작 과정에 대한 이해가 선행되어야 한다고 보는 것이다.작업은 크게 평면과 입체로 구분하여 볼 수 있는데, 작품 준비 단계에서는 다양한 벌과 라벤더 이미지 등을 수집하고 3D 렌더링을 진행한 후 일종의 ‘디지털 정원’에 보관한다. 이를 바탕으로 하는 평면 작업은 드로잉 기계에 펜을 연결하여 얇은 나무판 위에 그림을 그리는 방식으로 전개된다. 작가가 직접 코딩하고 컨트롤 테스트를 거친 이후에 본격적인 드로잉을 진행하는 순서로 전개되는데, 작가와 기계가 함께 하는 제작 과정에서 항상 예기치 못한 결과가 나오기 마련이다. 그림의 지지체(support)가 목재이므로 나뭇결로 인해 이미지가 중간에 끊기기도 하고 작가가 순간적으로 드로잉 기계에 가하는 힘에 따라 애초 계획과 다르게 형상이 변경되기도 하는 것이다. 이와 같이 예측 불가능한 부분 역시 드로잉에 고스란히 반영된다. 라벤더 이미지를 그리는 이유는 수명이 긴 품종에 속하는 라벤더가 꿀벌에게 ‘호의적인’ 식물이기 때문이다. 널리 알려져 있듯이 라벤더는 숙면을 유도하거나 심신 안정에 도움을 제공하는 향기를 지니고 있어 일상에서뿐만 아니라 환자를 치료하는 목적으로도 폭넓게 사용된다. 작가는 이러한 라벤더의 표면보다는 라벤더 안으로 들어가서 바라보는 방법을 택한다. 다시 말해 여러 겹의 이미지로 클로즈업한 라벤더 이미지를 포착하고자 하는 것이다.대개 드로잉 작품은 자연스럽게 벌집을 연상시키는 허니콤보드(honeycomb board)를 사이에 두고 두 점이 포개어진 상태로 제시되며 원형으로 뚫린 형태나 3D 프린터로 제작한 꿀벌과 벌집 일부 또는 양봉 서랍 형태 오브제와 결합되기도 한다. 드로잉에 라벤더의 색상인 보라색 이외에 푸른색이 많이 나타나는 것은 물이 닿으면 파랗게 변하는 구리 성분이 살충제에 많이 들어 있다는 사실과 연관된다. 그런가 하면 꿀벌은 주로 노랑이나 검정으로 그려진다. 벌의 뒷모습을 그린 노란색 드로잉 작품 (2025)는 종이에 사인펜으로 반복해서 그리면 표면이 벗겨지면서 꽃가루처럼 보이는 효과를 염두에 두고 표현한 것이다. 3D 프린터로 양봉 장갑을 착용한 사람의 팔을 구현한 세라믹 입체 작업 (2025)는 뜯겨진 허니콤보드 위에 놓인 채 전시장 바닥에 설치된다. 이는 약 1만 년 전부터 이어져온 인간의 행위인 양봉이 꿀벌의 소멸로 인해 점차 사라져가는 현실을 암시하고 있는 듯하다. 입체 작업에는 세라믹 소재 이외에 옥수수에서 추출한 유기농 플라스틱 등 재활용 재료를 도입하기도 한다.작업에 영향을 끼친 작가를 묻는 질문에 답하면서 김재원은 함부르크에서 만난 여러 스승에 관해 다음과 같이 밝힌다. 세계적으로 주목받는 조각가이자 사진작가로서 본인의 지도교수인 토마스 데만트(Thomas Demand, 1964- )로부터 생산 과정과 개념화에 대한 부분을, 이르마 블랑크(Irma Blank, 1934-2023)에게는 드로잉과 회화를, 마틴 보이스(Martin Boyce, 1967- )로부터는 금속, 콘크리트 작업과 시적인 상징에 관해 배웠다는 것이다. 이러한 발언 또한 내게는 ‘생태적’으로 다가온다. 아우렐리우스가 『명상록(The Meditations)』 첫 장에서 ‘○○○ 덕분에’를 한참 이어가며 자신에게 영향을 준 사람들을 상세히 밝혔던 것과 마찬가지로, 본인의 작품 세계를 구성하는 영향 관계를 일일이 거론하고 이를 존중하는 자세에서 겸허함이 느껴졌기 때문이다.이렇듯 김재원의 예술 전반에서 확인할 수 있는 생태적 특징은 주제와 재료의 선택이나 기계와 수작업, 코딩과 우연성이 만나는 작업 방식, 작가의 태도에서 다차원적으로 전개되고 있다. 인터뷰 중에 그는 독일어 ‘Gleichgewicht(균형)’와 ‘Heilung(치유)’을 말했다. 이 두 가지는 김재원의 궁극적 지향점으로 보인다. 특히 그는 ‘균형’을 자주 언급했는데 이는 제작 방식이나 작품이 전달하는 내용 모두에서 드러나고 있다. 그의 작업은 “기술의 정밀함과 자연의 유기적 아름다움 사이 균형을 모색”(작가노트)하면서 어느 한쪽으로 기울어져 있는 것을 지양한다. 평면과 입체, 공간이 어우러져 균형을 이루길 바라고 자연, 기술, 인간이 구성하는 생태계의 조화를 지향하며 조율해 나아가고자 하는 것이다. 김재원이 추구하는 ‘균형’과 ‘조화’는 노발리스의 소설 속 ‘푸른 꽃’처럼 현실 너머 이상이자 총체성의 상징이다. 모든 것이 유의미함을 전하고자 하는 그는 기후위기 시대에 ‘그럼에도 불구하고(trotzdem)’ 예술이 지향해야 할 목적지를 보여주며 이는 수평적 존재론과 맞닿아 있다. 김재원의 예술은 모턴이 이야기한 인간과 비인간이 어우러지는 세계를 시적 이미지와 다차원의 생태적 접근을 통해 제시하고 있는 것이다.

글 : 김보라(미술이론가)

The Ecological Image in the Era of Climate Crisis: On Jaewon Kim's Art Practice
What can art, and artists, do in the era of planetary climate crisis? Conceptual artist Douglas Huebler once declared as follows: "The world is full of objects, more or less interesting; I do not wish to add any more".  Six decades later, the world now suffers from a suffocating degree of overproduction, climate crisis such as flood and heatwave, war, pollution, economic polarization to an extent that any gesture towards a vision of hope for the future would appear utterly naïve. Under such circumstances, what is to be done and how? Philosopher Timothy Morton claims that humanity is already entangled with other symbiotic beings and that experience of art provides a model for symbiosis between the human and the non human. According to his ideas, aesthetic experience pertains to forging bonds with the given, and since a work of art is itself non human, the act of bonding in the field of art tends towards the non human. 
Jaewon Kim has been pursuing the theme of "fragile harmony between technology, nature, and human" in mixed media that span from drawing to sculpture and installation, where the use of digital technology plays a crucial role. Based in Hamburg, Germany for over a decade, one of his recent projects highlights honeybees, which has attracted Kim's attention when he stumbled upon the news about the mass die off of bees in the city during COVID. The news coincided with his experience of witnessing bee carcasses scattered all over a forest path near his studio. Since then, he has been conducting research and began tackling the problem of ecological crisis in his work. Kim identifies two main causes for the disappearance of bees: climate change and the heavy use of pesticides. Heavy rainfall that followed global warming prevents flowers from blooming, leading to the steep decline in the sources of food for honeybees, while indiscriminate use of pesticide destroys bee colonies. The long held prophecy —— “if honeybees disappear from the Earth, humanity will become extinct within four years” is coming true. The artist's interest in these ecological chain reactions is projected into works that are produced by 3D printers and drawing machines. To be more precise, Kim combines digital tools with handicraft. However, the craftsmanship he emphasizes is not limited solely to manual skill. To execute digital work properly, an understanding of the traditional object making process is essential.
In the making of works that are both flat and three dimensional, Kim collects images of various bees and lavender in the preparatory stage, creates their 3D models, and stores them in a kind of digital garden. When producing two dimensional work, he connects a pen to a drawing machine to draw on thin wooden panels. After coding and conducting control tests, the actual drawing process begins. In this collaboration between artist and machine, unexpected outcomes inevitably arise. Since the drawing panel is made of wood, the drawing process could be interrupted depending on the grain of the wood. Furthermore, the final image may deviate from the original plan if there is a slight change in the force that the artist applies to the drawing machine, even for a short moment. Such unpredictability is also faithfully reflected in the drawings. It is important to note that long flowering varieties of lavender are ‘favorable’ to honeybees. Also, as is widely known, lavenders possess a scent that induces restful sleep and relaxation, for which they are used not only in daily life but also for therapeutic purposes. Kim chooses to look beyond the appearance of lavender and peer into its depths. In other words, the aim is to capture a close up image of lavender through multiple layers of imagery.
Typically, the drawings are presented with two pieces stacked together, separated by a honeycomb board that resembles a beehive. They are sometimes combined with circular cutouts, 3D printed bees and honeycomb, or objects shaped like a beekeeping drawer. The predominance of blue alongside lavender's purple in the drawings derives from the fact that copper, which is commonly found in pesticides, turns blue when exposed to water. Meanwhile, bees are primarily depicted in yellow and black. Untitled (a drawing in yellow that depicts a rear view of a bee) was created by repeatedly applying a color marker on paper, which causes the surface of the paper to peel away and leaves crumbs that resemble pollen. The three dimensional ceramic work titled Ein Handschuh (2025) is a 3D printed arm in a beekeeping glove, which is placed atop a torn honeycomb board on the gallery floor. This seems to imply the reality that the practice of beekeeping, which dates back approximately 10,000 years, is gradually dying out along with honeybees. In addition to ceramic materials, Kim also incorporates recycled materials such as organic plastic derived from corn in his other three dimensional works.
Regarding influence, Kim cited several mentors he met in Hamburg. From Thomas Demand, his advisor and a globally renowned sculptor and photographer, he learned about the production process and conceptualization. Kim also learned drawing and painting from the late Irma Blank (1934–2023), and how to work with metal and concrete as well as poetic symbolism from Martin Boyce. Kim's remarks on his influences also strike me as ‘ecological,’ as they evoke the opening chapter of The Meditations where Aurelius meticulously details his influences. I sense humility in such an attitude—an acknowledgment of and respect toward each influence that constitutes his artistic world.
The ecological is in fact evident throughout the work of Jaewon Kim, spanning from his choice of subject matter and materials to the methodological blend between automated technology and manual labor, the manner of coding where the probable meets the aleatory, and his artistic attitude. During an interview, Kim mentioned the German words Gleichgewicht (balance) and Heilung (healing), which appear to be his ultimate aspirations. He frequently brought up the matter of balance in particular, which manifests in both the form and the content of his work. Kim's practice seeks “a balance between the precision afforded by technology and the organic beauty of nature” while striving not to tilt toward one extreme. Balance is also sought after between the flat and the three dimensional, between space and form, aiming to coordinate and improve the harmony in the ecosystem that encompasses nature, technology, and humanity. Kim's pursuit of balance and harmony is not unlike the blue flower in Novalis's Heinrich von Ofterdingen—a desire for an ideal and totality. Seeking to convey how everything is meaningful, Kim shows that art in the era of climate crisis must strive for a flat ontology. Kim's works present the world where humans and non humans coexist, as discussed by Morton, through poetic imagery and multifaceted ecological approach.

Text: Bora Kim
Translate: Hangil Jang

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Dreh mal am Herd 
19.08.-20.08.2023
 Hinterconti, Balduinstraße 24, 20359 Hamburg, Germany

 In der klassischen Literatur werden Romane immer wieder neu übersetzt um sich kulturellen Begebenheiten und sprachlichen Änderungen anzupassen. Analog dazu unterlaufen ebenso Erzeugnisse technischer Fertigungsprozesse mit sich stetig ändernden Produktionsmöglichkeiten neue Iterationen der Übersetzung. In seiner Einzelausstellung „Dreh mal am Herd“ positioniert sich Jaewon Kim in der Rolle des zeitgenössischen Übersetzers. Mittels Interpretation kombiniert er in poetischen Material- und Herstellungsstudien historischer Objekte Vergangenes mit Gegenwärtigem. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern betrachtet den Moment, in dem manuelle Arbeit maschineller Fertigung weicht. Gusseiserne Zäune, buntes Fensterglas, geschmiedete Hufeisen: Formell bezieht sich Kim auf Referenzobjekte, die dem traditionellen Handwerk aus Europa entspringen. Gemeinsam haben diese Objekte, dass sie dekorativen Zwecken dienen und symbolische Bedeutungen haben. So hängen beispielsweise in manchen ländlichen Gegenden immer noch Hufeisen mit der offenen Seite nach oben als Glücksbringer über Türeingängen. In seiner Reinterpretation verbindet er vergangene Formsprachen mit gegenwärtigen Materialien und Herstellungstechniken, wie beispielsweise dem 3D-Druck. Seine Skulpturen unterlaufen meist eine zweifache Übersetzung – ausgehend vom Referenzobjekt erstellt er zunächst ein digitales Modell, welches er im nächsten Schritt wieder im physischen Raum materialisiert. Dabei ist nicht nur der Aspekt der technischen Umwandlung relevant, sondern auch die dabei entstehenden ästhetischen Konsequenzen. So verweist insbesondere der 3D-Druck in seiner Oberflächenstruktur auf seinen Herstellungsprozess. Besonders sichtbar wird dies in seinen Skulpturen „everyday“ und “If the Sun rises from the West”, deren Aluminium-Einfassungen jeweils an geschmiedete Zäune erinnern. Innerhalb der Segmente befinden sich kontrastierende Formen, die wie Fensterglas eingesetzt sind und durch ihre Extrusion deutliche Spuren ihrer Herstellung aufweisen. In ihnen zeigt sich die typisch technisch-sterile Materialästhetik: Die einzelnen Schichten sind mit bloßem Auge sichtbar und betonen die Konstruktion des Objekts. Allerdings bestehen seine Skulpturen nicht nur aus thermoplastischen Kunststoffen, wie beim 3D-Druck üblich, sondern auch aus Ton. In seiner Skulpturserie „Schritt, Trab, Galopp“ wird dieser mittels 3D-Druck schichtweise aufgetragen. Die Porzellan-Objekte nehmen Hufeisen zur Ausgangsform, erinnern in ihrer Materialität und Farbgebung allerdings vielmehr an Plastik. Das neue Material hat auch Auswirkungen auf die Funktionalität des Objekts und löst es deshalb von seiner ursprünglichen Zweckmäßigkeit. Positioniert sind sowohl Fenster, als auch Hufeisen als dekorative Raumelemente an den Wänden. So verweben sich in Jaewon Kims Arbeit Nostalgie und Humor und werden Teil seiner spielerischen Material- und Formsuche. Dabei nutzt er immer wieder Momente des Witzes, wie auch im Ausstellungstitel „Dreh mal am Herd“ – einem Palindrom, welches sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden kann. In seinen Materialstudien verbindet Jaewon Kim Kultur, Tradition und Handwerk mittels digitaler Technologien zu einer ornamentalen Zusammenführung. Seine Rolle als Übersetzer entspringt persönlichen Beobachtungen, theoretischer Recherche und einer andauernden Beschäftigung mit Materialien und Produktionsprozessen. Mit seiner Arbeit stellt er nicht zuletzt auch Fragen zur Autor*innenschaft im digitalen Zeitalter. 

Text: Katrin Krumm

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